Heiko Kosel Startseite

Sachsengespräch in Bautzen - geweckte Hoffnungen erfüllen

06.07.2018

Am 04. Juli 2018 weilte der Ministerpräsident des Freistaates Sachsen mit Vertretern der Staatsregierung in Bautzen, um mit sorbischen Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen. An dieser Veranstaltung habe ich teilgenommen. Das gewählte Diskussionsformat ist gut geeignet einen intensiven Kontakt zwischen den Bürgerinnen und Bürgern und den Vertretern der Staatsregierung zu entwickeln. Von entscheidender Bedeutung wird aber sein, wie es den einzelnen Ministerien und der Staatsregierung insgesamt gelingt, die geweckten Hoffnungen zu erfüllen und die abgegebenen Versprechen einzuhalten. Aus der inhaltlichen Debatte gibt es für mich zwei Punkte an denen die Staatsregierung an diesem Abend dazugelernt zu haben scheint: 1. Die Notwendigkeit einer institutionalisierten sorbischen Sprachschule zur Qualifikation von Seiteneinsteigern für den Lehrerberuf und aber auch sorbischer Journalisten als auch kommunaler Verwaltungsangestellter. Es wurde in diesem Zusammenhang klar zum Ausdruck gebracht, dass die Schließung der sorbischen Sprachschule in Milkel Anfang der 1990-er Jahre ein gravierender Fehler war, der nun angepasst an die aktuellen Bedingungen dringend zu korrigieren ist. Die praktischen Erfahrungen der im Land Brandenburg bestehenden Schule für Niedersorbische Sprache und Kultur sollten auch in Sachsen zur Inspiration dienen. 2. Neue Akzente setzte der neue Ministerpräsident Michael Kretschmer hinsichtlich der Novellierung des Sächsischen Sorbengesetzes. Zwar erklärte er, dass in der gegenwärtigen Wahlperiode eine Novellierung angeblich nicht mehr erfolgen könnte, aber es sei möglich sich schon jetzt darüber zu verständigen, welche konkreten Inhalte die Novelle haben muss. Der Ministerpräsident kann sich sicher sein, dass DIE LINKE einen aktiven Beitrag dazu leisten wird, um das 20-jährige Sächsische Sorbengesetz an die aktuellen Minderheitenrechte anzupassen.
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