Heiko Kosel Startseite

Keinen Revanchismus durch die Hintertür

Zur Ausstellung „Erzwungene Wege - Flucht und Vertreibung im Europa des 20. Jahrhunderts“ der Stiftung „Zentrum gegen Vertreibung“ erklärt der europapolitische Sprecher der Linksfraktion.PDS im Sächsischen Landtag, Heiko Kosel, mit bezug auf Reaktionen in Polen und Tschechien aber auch in Deutschland, dass die Befürworter eines europäischen Zentrums gegen Vertreibung mit der jetzigen Ausstellung in Berlin den Revanchismus durch die Hintertür Eingang verschaffen wollen.  

Die Redaktionen auf die Ausstellung  „Erzwungene Wege - Flucht und Vertreibung im Europa des 20. Jahrhunderts“ in Berlin seien gespalten. „Was zu erwarten war und so schlimm nicht ist. Über die Ausstellung wird  von einigen Kreisen mit gespaltener Zunge gesprochen, was  mehr als schlimm ist. Wenn der Vorsitzende der Gruppe der Vertriebenen, Flüchtlinge und Aussiedler der CDU/CSU- Bundestagfraktion tönt, einige Reaktionen, vor allem Reaktionen von polnischer Seite, seinen „irrational, sachlich völlig unbegründet und widersprechen den Gepflogenheiten eines partnerschaftlichen Umgangs im gemeinsamen Europa“, dann weiß der gute Mann entweder nicht wovon er spricht oder er redet wider besseren Wissens“, erklärt Heiko Kosel.

Er führt weiter aus: „Die Ausstellung in Berlin ist der hinterhältig geplante, wenn auch geschickt vorgenommene Versuch, über die jetzige Ausstellung durch deren Erweiterung nach und nach  das gewünschte Zentrum gegen Vertreibung in Berlin hoffähig  zu machen und fest zu installieren.
Die Machart lässt Schlimmeres erahnen: Wird von Vertreibungsschicksalen von rund „einem Dutzend Volksgruppen und von Vertreibungsereignissen im Europa des 20. Jahrhunderts in ihrem jeweiligen historischen Kontext“ gesprochen, so klingt das verständlich, wären da nicht im Hintergrund historische Lügen und Verschweigen historischer Tatsachen. Deutsche wurden nicht deshalb aus weiten Gebieten nach dem 2. Weltkrieg vertrieben, weil es den bösen Nachbarn so gefielt, sondern  weil sich Deutsche in ihrer Mehrheit selbst in Bösartigkeiten, Verbrechen, Feindseeligkeiten und Völkerhass gefallen hatten. Was durch Deutsche und im Namen Deutschlands geschah, war bei weitem noch nicht alles, was nach deutschen Plänen  geschehen sollte.

Der Generalplan Ost sah neben der Vertreibung gesamter  slawischer Völkerschaften  auch physische Vernichtung   von Bewohnern slawischer Zunge oder deren Versklavung gemäß einer  Himmler-Denkschrift vor.Wer das der Öffentlichkeit verschweigt, betreibt Geschichtsfälschung und verrät sich sehr schnell in seinen wahren Absichten: einer Politik des Revanchismus durch die Hintertür, und sei es in der jetzt in Berlin laufenden Ausstellung.“
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